Was
sind Implantate ?
Implantate
sind künstliche Zahnwurzeln, meist aus Titan. Sie werden anstelle
der ehemaligen Zähne in den Knochen eingesetzt (implantiert).
Während der Einheilung wächst der Knochen an das Implantat, so
dass es letztlich fest verankert im Knochen sitzt. Während der
Einheilzeit, die mindestens sechs Wochen dauert, liegt das Implantat
unterhalb der Schleimhaut, die es in dieser Phase vor Belastungen
schützt.
Anschließend
wird ein Pfosten (Aufbauteil) in das Implantat eingeschraubt,
auf dem der neue Zahn ähnlich einer herkömmlichen Krone fest verankert
wird.
In
welchen Fällen können Implantate verwendet werden ?
Ersatz
von Einzelzähnen
Damit man nicht gesunde Nachbarzähne für eine Brücke beschleifen
muss bietet sich das Implantat als Lösung an um eine Zahnlücke
zu schließen.
Freiende - d.h. wenn am Ende der Zahnreihe ein oder mehrere Zähne
fehlen Bei Verwendung von üblichem Zahnersatz ist nur eine herausnehmbare,
schleimhautgetragene Prothese möglich. Implantate schaffen in
diesem Fall die Basis für eine festsitzende Brücke.
Totalprothese
Eine konventionelle Totalprothese wird nur von der Schleimhaut
getragen, Durch Implantate dagegen wird sie in ihrer Lage so stabilisiert,
dass ein fester Sitz gewährleistet ist. Ein neues Stück Lebensqualität
Die Vorteile von Implantaten liegen auf der Hand: Ihre Dritten
sitzen fest. Diese Sicherheit gibt vielen Patienten ein neues
Selbstwertgefühl. Beim Sprechen ist die Prothese nicht mehr störend
und man kann wieder nach Herzenslust lachen.
Auch
der Ersatz einer Teilprothese durch eine festsitzende Versorgung
bringt vielfach ein neues Lebensgefühl.
Wie
geht die Behandlung vor sich ?
Zuerst
erfolgt eine genaue zahnmedizinische Untersuchung mit Anfertigung
von speziellen Röntgenaufnahmen. Anschließend erfolgen Vorbehandlungen,
falls Karies an noch vorhandenen Zähnen und / oder Parodontose
vorliegen. Desweiteren dürfen keine Entzündungen vorhanden sein,
da diese den Heilungsverlauf stark beeinträchtigen würden. Abzuklären
sind natürlich auch vorliegende Allgemeinerkrankungen.
Danach wird eine genaue Planung erstellt, die Röntgenbilder werden
ausgewertet und vermessen, um die geeigneten Implantate auswählen
zu können. Der eigentliche Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung,
wobei der Kiefer an der Stelle, an der das Implantat in den Knochen
eingebracht werden soll, freigelegt wird. Das Implantatbett wird
nun aufbereitet und das Implantat eingeschraubt und das Zahnfleisch
darüber vernäht.
Die Nachwirkungen können Sie etwa mit denen nach einer Zahnextraktion
vergleichen.
Die Einheilzeit ist individuell verschieden und beträgt mindestens
sechs Wochen bis drei Monate. In einigen Fällen auch bis
zu 6 Monaten. Nach dieser Zeit werden Aufbauteile in das Implantat
eingeschraubt und darauf der Zahnersatz befestigt.
Wer
kann kein Implantat bekommen ?
Kinder im Wachstumsalter, Erwachsene mit schweren Herz- und Knochenerkrankungen,
Drogen- und Alkoholkranke, und Patienten mit erhöhter Blutungsneigung.
Diabetiker (außer wenn der Blutzucker gut eingestellt ist und
sie regelmäßig überwacht werden; d.h. hier ist eine enge Zusammenarbeit
mit dem Hausarzt notwendig). Das Rauchen sollte nach Möglichkeit
eingestellt werden. Dies ist jedoch nur ein Auszug dessen, was
eine Implantation verhindern kann - es muss dann jeweils individuell
abgeklärt werden.
Wie
lange halten Implantate ?
Die Haltbarkeit wird in erster Linie von auftretenden Entzündungen
beeinträchtigt, wodurch es unbedingt notwendig ist die empfohlenen
Kontrolltermine einzuhalten
Um diesen gefährlichen Entzündungen vorzubeugen, ist es dringend
anzuraten, mindestens alle sechs Monate eine professionelle Mundhygiene
durchführen zu lassen, am besten gleich in Verbindung mit der
ohnehin schon stattfindenden Kontrolle.
Wenn Sie diese Richtlinien beachten, werden Sie viele Jahre Freude
mit Ihren Implantaten haben !